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News
22.06.2010, 20:45 Uhr | Übersicht | Drucken
Hannelore Kraft wird zur NRW-Ypsilanti
Landes-SPD bricht ihr Wort nun doch

Hannelore Kraft hat ihr Wort gebrochen: Jetzt will sie doch die rot-rot-grüne 

Zusammenarbeit. Sie nennt das Minderheitsregierung, in Wahrheit ist es eine von der Linkspartei tolerierte Regierung. Der SPD sind der parteipolitische Vorteil und ein politisches Amt damit wichtiger als die Interessen des Landes. SPD und Grüne streben ein verhängnisvolles Experiment in Nordrhein-Westfalen an. Rot-Grün ist auf die Stimmen der Linken angewiesen. Damit hängt jede Personal- und Sachentscheidung von Rot-Grün im Landtag vom Belieben der Linkspartei ab. Einer Linkspartei, der SPD und Grüne noch vor wenigen Tagen demokratische Grundfähigkeiten abgesprochen haben.  



So klangen SPD und Grüne vor der Wahl: 

• „Nach der Landtagswahl wird die SPD eine stabile und verlässliche Regierung bilden. Deshalb schließen sich Spekulationen über die Tolerierung einer rot-grünen Regierung durch die Linkspartei aus. Das wird es definitiv nicht geben.“ (Hannelore Kraft, ddp-Meldung, 01.03.2010) 

• „Auf Nachfrage schloss Kraft gestern eine von der Linkspartei tolerierte 

Minderheitsregierung in NRW aus. ‚Es ist einfach unrealistisch, ein 18-Millionen- Land in einer solchen Form zu regieren.‘“ (Kölnische Rundschau, 02.03.2010) 

• „Eine Tolerierung von Rot-Grün durch die Linkspartei wird es nicht geben.“ (Sylvia Löhrmann, Westdeutsche Zeitung, 13.01.2010) 

• „Wir bekräftigen unsere Absage an [...] die Tolerierung einer Minderheitsregierung durch die Partei DIE LINKE. Wir lassen uns nicht auf politische Abenteuer ein“ 

(Beschluss des Landesparteirats der Grünen vom 02.05.2010) 

 

Zuerst galt das auch noch nach der Wahl: 

• „‚Eine Minderheitsregierung ist keine stabile Variante‘, sagte sie [Kraft] mehreren Rundfunksendern.“ (Handelsblatt, 17.06.2010) 

• Frage BamS: „Wenn die Linkspartei sich bei der Abstimmung enthält, könnten Sie ein Minderheitskabinett bilden...“ Kraft: „Dieses Land so auf Dauer zu regieren, ist ausgeschlossen. Ich habe immer gesagt, dass ich dieses Land nur verantwortungsvoll regieren werde. Ich bin für Harakiri nicht zu haben, dafür liegt mir dieses Land auch zu sehr am Herzen.“ (Bild am Sonntag, 23.05.2010) 

 

Und dann der Wahlbetrug: 

17. Juni: SPD und Grüne streben Minderheitsregierung von Gnaden der Linken an 

 Ausgerechnet am 17. Juni, dem Jahrestag des Volksaufstands in der DDR, begeht Hannelore Kraft einen Verrat an den Idealen der Sozialdemokratie. Hannelore Kraft hat die ausgestreckte Hand der demokratischen Parteien ausgeschlagen, um der Linkspartei nachzulaufen. Damit macht die SPD sich zum Bittsteller einer verfassungsfeindlichen Partei. 

 Das Wahlergebnis ruft angesichts der schwierigen Lage des Landes nach einer stabilen Regierung und damit nach einer Großen Koalition. Die CDU wollte und will ihrer Verantwortung für Nordrhein-Westfalen gerecht werden. 

 



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