Erhard Richard neuer Vorsitzender der Ahlener CDU

Die „große und starke christdemokratische kommunale Familie“, als die er selbst die Ahlener CDU in seiner Vorstellungsrede beschrieb, hat ein neues Oberhaupt: Erhard Richard (57) wurde auf der Mitgliederversammlung des Stadtverbandes am Donnerstagabend im „Hof Münsterland“ mit 84,8 Prozent zum Vorsitzenden gewählt.

Der neue geschäftsführende Vorstand der CDU Ahlen v.l. Sabine Ottenberg,Erhard Richard ,Ralf Marciniak,Martin Hegselmann,Rita Pöppinghaus-Voss Mathias Harman und Klaus Ottenberg. Foto: Marc JanuschokDer neue geschäftsführende Vorstand der CDU Ahlen v.l. Sabine Ottenberg,Erhard Richard ,Ralf Marciniak,Martin Hegselmann,Rita Pöppinghaus-Voss Mathias Harman und Klaus Ottenberg. Foto: Marc Januschok

67 der zunächst 79 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder schenkten dem gebürtigen Franken ihr Vertrauen, zwölf kreuzten explizit „Nein“ auf dem Stimmzettel an. Enthaltungen gab es keine. Richard ist damit Nachfolger von Lutz Ku­li­gows­­ki (52) an, der vier Jahre an der Spitze der Partei gestanden hatte und aus privaten Gründen nicht wieder kandidierte. Er räumte im Rückblick auch Fehler ein, die zu den Verlusten der CDU bei der Kommunalwahl 2009 geführt hätten, resümierte für sich persönlich aber: „Es war eine tolle Zeit, von der ich nichts missen möchte.“

Während Erhard Richard der einzige Bewerber für den Parteivorsitz war, gestaltete sich die Wahl der drei Stellvertreter spannend. Von den vier Kandidaten hatte letztlich Nicole Becker das Nachsehen, die mit nur 24 Stimmen das bei weitem schlechteste Ergebnis des Abends erzielte. Das Rennen machten Rita Pöppinghaus-Voss und Sabine Ottenberg mit jeweils 64 Stimmen sowie Ralf Marciniak, auf den 45 Stimmen entfielen. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Matthias Harman als Geschäftsführer (74), Martin Hegselmann als Schatzmeister (73) und Klaus Ottenberg als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit (76).

 

Erhard Richard legte ein deutliches Bekenntnis zur Beibehaltung der bestehenden Ortsunionen ab. Sie seien die Basis für die personelle und inhaltliche Entwicklung der Partei.