Europa-Abgeordneter wirbt für Währungsunion

CDU besucht Firma Buschhoff

Auf Einladung der CDU hat am Donnerstagabend Dr. Markus Pieper, Europa-Abgeordneter für die Region, den alteingesessenen Ahlener Betrieb Buschhoff besucht. In Anwesenheit nur einiger Mitglieder – ein Großteil war wegen einer Ausschusssitzung verhindert – begrüßten Werner und Dr. Christian Buschhoff die Gäste.

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Werner Buschhoff (l.) erklärte Dr. Markus Pieper MdEP den Produktionsablauf. Foto: Klaus OttenbergWerner Buschhoff (l.) erklärte Dr. Markus Pieper MdEP den Produktionsablauf. Foto: Klaus Ottenberg

Zum Auftakt des Besuchs, bei dem auch eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm stand, berichtete Werner Buschhoff aus der Geschichte seines Familienunternehmens, das lange Jahre am heutigen Buschhoffs Kreisel Landmaschinen produziert hatte. Erst 1998 war man ins Olfetal gezogen. Aus einer kleinen Schmiede in Ahlens Stadtmitte hatte sich Buschhoff zu dem heutigen „Global Player“ mit Kunden vor allem im östlichen Raum verwandelt. Denn hier, so Buschhoff, gebe es die Betriebe mit Getreide- und Viehwirtschaft, die Maschinen zur Futtermischung benötigen. Die Mahl- und Mischanlagen bestünden fast komplett aus eigenen Komponenten und würden bei Bedarf auf den jeweiligen Höfen oder auf Lkw aufgebaut. „Schon vor 45 Jahren haben wir alles aus einer Hand geliefert“, so der Firmenchef. Er sei froh, dass es die EU gebe, denn hier könne man sich als Unternehmer wenigstens auf erteilte Genehmigungen verlassen. In Russland etwa könne sich die Gesetzeslage von Woche zu Woche ändern, und so manche Maschine dürfe dann plötzlich nicht mehr über die Grenze.

Nach der Vorstellung bedankte sich Dr. Markus Pieper dafür, gerade in dieser für Europa schweren Zeit der Griechenlandkrise eingeladen worden zu sein. Es gebe viele Kritiker am Euro, da die Luft in Brüssel brenne, er wolle aber dennoch für die EU werben. Der Mittelstand, der oft aus kleinen Handwerksbetrieben hervorgegangen sei, bilde eine Grundlage der Wirtschaft. Die Exportquote im Münsterland liege bei 40 Prozent, hier seien 20 000 Menschen beschäftigt. „Wo wären wir alle ohne Europa?“, fragte Pieper.

Gefährlich sei es in diesen Tagen, dass in Deutschland viele an Europa zweifelten und die D-Mark zurück haben wollten. „Dann könnten Sie aber in Polen nicht eine Maschine verkaufen, weil die D-Mark viel zu stark wäre und nicht zu bezahlen wäre“, so Pieper zu Buschhoff. Das Gute an der Währungsunion, so seine Meinung, werde in der aktuellen Diskussion viel zu sehr unter den Teppich gekehrt.