Es ist genug Herr Artmann!

Wir haben es nun schon oft vernommen  „Wir sind eben anders in der FWG“. Das letzte Statement von Herrn Artmann bestätigt es wieder einmal. Doch ist das akzeptabler, ja guter Stil, im Umgang miteinander, so anders zu“ sein?

Blicken wir noch mal zurück: Herr Artmann bringt in der Kommunalwahl nicht den Mut auf, in seinem Stadtteil Dolberg zu kandidieren, will aber dort vom Ortsauschuss Dollberg (mit 2 Sitzen der FWG) zum Vorsitzenden gewählt werden.

Die CDU im Ortsauschuss hat ihm dies ermöglicht, mit der einvernehmlichen Zusicherung, die Wahlperiode zu teilen, zurück zu treten und Platz zu machen zu Gunsten der CDU, für einen neu zu wählenden Vorsitzenden aus dem Kreis der Ratsmitglieder im Ortsauschusses Dolberg. So weit so gut zu einem Wort mit Ehre unter Kommunalpolitikern, ohne dass hier eine Abmachung getroffen worden sei, dass Herr Artmann einen künftigen Nachfolger vorab genehmigen müsse. Sobald der versprochene Rücktritt als Vorsitzender erfolgt, werden die Parteien im Ortsauschuss ihre Kandidaten zur Wahl stellen. Das und nicht anderes ist der richtige Weg.

 

Was erkennt man hier überhaupt für ein demokratisches Selbstverständnis bei Vertretern des eingetragenen Vereines FWG, das auf weiter Strecke an patriarchalisches bis despotisches Verhalten  vergangener Jahrhunderte erinnert. Wie vieles andere schwingen uns noch die  Worte aus der FWG in den Ohren: „Wir führen hier personelle Säuberungsaktionen durch“! Herrn Artmann stünde es gut an, zur Kenntnis zu nehmen, dass er nicht der „Bezirksbürgermeister“ Dolbergs ist, sondern lediglich ein Primus inter Pares, den sich alle Angehörigen des Ortsausschusses Dolbergs als Vorsitzenden wählen. So wie sich auch all seine Vorgänger immer verstanden haben.

 

Hierzu gehört charakterliche Integrität und ein Grundkonsens an moralisch-ethischer Selbstverpflichtung und -verantwortung im kommunalpolitischen Handel. Nachholbedarf scheint – auch ohne rechtliche Bindungswirkung für Herrn Artmann - angebracht, wenn man zu seinem Wort stehen soll oder lieber das machen möchte was, wie er sagt, ihm Spaß mache. Auch ist es eine zutiefst irrige Annahme, die kommunalpolitisch engagierte Kräfte mit ihren Fraktionen in ganz Ahlen ginge das alles nichts an, denn es ist so, dass der Ortsauschuss Dolberg ein Ausschuss des Rates der Stadt Ahlen ist, der in Abstimmung mit den Fraktionen die Sachkundigen Bürger im Ortsauschuss den Ratsmitglieder hinzu wählt.

 

Alle Ehrenfrauen und Ehrenmänner in den großen wie auch kleineren Parteien  und Fraktionen in gesamten Stadtgebiet sind daher aufgerufen, den abwegigen Vorstellung der FWG mit Herrn Artmann unmissverständlich  gemeinsam entgegen zu treten. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern Ahlens in ihrer Gesamtheit schuldig. Es sei denn, wir wollen es zulassen, dass sich hier jemand als „Spaß-Gerne-König“ selbst die Krone aufsetzt, die weder ihm noch anderen Vorsitzenden gebührt.

 

Erhard Richard, Schiege 14, 59227 Ahlen

 

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Ahlen

und Sachkundiger Bürger in den Ratsauschüssen

für Bauen, Umwelt, öffentliche Einrichtungen

und für den Ortsauschuss Vorhelm