Philipp Gößling bereit für Vorsitz 
im Ortsausschuss Dolberg

ARTMANNS RÜCKTRITT WIRD ERWARTET

Philipp Gößling ist nun doch bereit, den Vorsitz im Dolberger Ortsausschuss zu übernehmen und damit die Nachfolge von Heinrich Artmann (FWG) anzutreten. „Unser Vorstand hat am Dienstagabend einvernehmlich eine Lösung für die bereits als unendlich anmutende Geschichte gefunden“, erklärte Malte Glunz, Chef der Ortsunion, das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung.

Philipp Gößling ist nun doch bereit, den Vorsitz im Dolberger Ortsausschuss zu übernehmen. Foto: Klaus OttenbergPhilipp Gößling ist nun doch bereit, den Vorsitz im Dolberger Ortsausschuss zu übernehmen. Foto: Klaus Ottenberg
Es handele sich nicht um einen plötzlichen Sinneswandel, betont Philipp Gößling im Gespräch mit der „AZ“, sondern um das Ergebnis eines offenen Austausches mit Parteifreunden aus Dolberg und Ahlen. „Ich habe es mir lange, aber daher auch sehr gut überlegt. Ich musste letztlich nicht überredet werden.“ Warum er so lange mit dieser Kandidatur gezögert habe, erklärt der 32-jährige Inhaber eines Farben- und Lackgeschäfts mit seinem persönlichen Anspruch: „Wenn, dann will ich es hundertprozentig machen. Angesichts meiner Ratstätigkeit als Nachfolger von Olaf Wiesendahl und zweier Ausschüsse musste ich mich des entsprechenden Rückhalts versichern“, sagt Gößling. Seine Bedenken wurden im Laufe der vergangenen Wochen entkräftet. „Alle stehen voll und ganz dahinter.“ Nicht zuletzt sei der Wählerauftrag eindeutig und würde „sicherlich auch vom übrigen Ortsausschuss mitgetragen“. 

Der derzeitige Vorsitzende Heinrich Artmann wird folglich erneut aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten. „Er selbst hat mehrfach über die Presse verlauten lassen, dass er bereit wäre, für Philipp Gößling den Weg für eine Neuwahl freizumachen“, bilanziert Glunz und pocht auf das demokratische Verständnis des Amtsinhabers, der im Dezember deutlich erklärt hatte, den Vorsitz nicht für Theo Kerkmann oder Olaf Wiesendahl abgeben zu wollen. „Wir gehen davon aus, dass er nun keine Hürde mehr sieht und die Dolberger Ortspolitik sich nicht weiter an Auseinandersetzungen der Vergangenheit orientiert, sondern einen unbelasteten Blick nach vorne in die Zukunft richtet“, hofft Malte Glunz. Artmann müsste seinen anstehenden Rücktritt in der nächsten Sitzung erklären. Und diese Sitzung ist am Donnerstag, 26. Januar.