Unternehmen benennen Stärken und Schwächen in MIT-Umfrage
Die Bewältigung des Fachkräftemangels sei die große Herausforderung für die Zukunft. Zu diesem Schluss kommen Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und die Vorstandsmitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Ahlen, die am Donnerstag im Rathaus die Ergebnisse eines Stimmungsbarometers der Ahlener Wirtschaft vorgestellt haben. Die MIT hatte 597 Betriebe angeschrieben. Den Rücklauf von 70 teilweise überraschenden Antworten (11, 7 Prozent) bezeichnete Vorsitzende Susanne Block als ganz beachtlich. Besonders erfreulich sei, dass 44 Prozent Betriebe expandieren wollten, aber 14 Betrieben nicht genügend Erweiterungsflächen zur Verfügung stünden.
„Wir haben Reserveflächen, die sofort und mittelfristig verfügbar sind“, verwies Wirtschaftsförderer Jörg Stegemann auf ausreichende Alternativen. Diese müsse im Dialog mit der Wirtschaft besser kommuniziert werden. Gleichwohl sei das Vorhalten von Gewerbeflächen ein wichtiges Thema.
Bei den Standortfaktoren wurden das Schul- und Wohnangebot in der Wersestadt besonders gut bewertet, während das Kultur- und Freizeitangebot nur die Durchschnittsnote 3,2 erhielt. Ein attraktives Umfeld sei besonders wichtig, um junge Familien und damit Fachkräfte in Ahlen anzusiedeln, meinte Susanne Block. Die Stärken der Stadt müssten durch ein Imagemarketing herausgestellt und der Bekanntheitsgrad gesteigert werden.
Nicht zufriedenstellt den Bürgermeister die Beurteilung der Stadtverwaltung. Jeder Fünfte benotete die Servicequalität als mangelhaft oder ungenügend. „Wir müssen prüfen, wie wir besser werden können für Unternehmen und Bürger“, betonte Ruh-möller. Beim Thema Verkehrsinfrastruktur steht der Ausbau der Walstedder Straße auf der Wunschliste vieler Unternehmen. „Der ist dringend notwendig“, kritisiert der Verwaltungschef. Er bezeichnete es als Skandal, dass das Land NRW seiner verkehrspolitischen Verantwortung bei dieser Straße nicht gerecht werde. „Aber wir werden nicht locker lassen.“
Zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Stadt will die MIT basierende auf den Auswertungen der Umfrage an der Umsetzung von Maßnahmen mitwirken, zum Beispiel um Fachkräfte zu finden, so Susanne Block. Er nehme die Ergebnisse sehr ernst und werde daraus die entsprechenden Rückschlüsse für die weitere Arbeit ziehen, dankte der Bürgermeister der MIT für die Befragung, die wiederholt werden soll. Mehr zu den Ergebnissen unter: