Internet macht Politik ein Stück transparenter
Dass ein moderner Internetauftritt für Parteien wichtig ist, steht für Kiowsky mit Hinweis auf das Sprichwort „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ fest. Dabei räumt er ein, dass die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zunächst lernen mussten, mit den neuen Medien umzugehen. „Nicht immer ist das ein Generationenproblem“, sagt er. So gebe es viele alte Hasen, die sich mit dem Internet eindrucksvoll beschäftigten, während das Interesse bei manch Jüngeren zu wünschen übrig lasse.
Er persönlich lege als Fraktionschef großen Wert darauf, dass Informationen per E-Mail zeitnah an alle Fraktionsmitglieder weitergeleitet werden, so Kiowsky. „Dadurch haben alle Mitglieder den gleichen Informationsstand, und Fraktionssitzungen können kürzer gefasst werden.“
Die Einführung von iPads begrüße er, so Kiowsky. Wobei man aber auf dem Holzwege sei, wenn man glaube, dass mit der Einführung der Geräte kein Papier mehr ins Haus flattere.
Mit Blick auf die Bürger sieht Kiowsky die Chance, (Kommunal-)Politik durch das Internet ein ganzes Stück transparenter zu machen. „Die Bürger können oft die Zusammenhänge gar nicht verstehen, die im Ausschuss oder Rat entschieden werden. Hier wird die Möglichkeit geboten, auch schwierigere Sachverhalte aufzubereiten“, sagt er. Und damit könne letztendlich auch der Politikverdrossenheit ein Stück weit entgegengewirkt werden.