Nicole Becker an der Spitze
Aus persönlichen Gründen legte Elisabeth Werner den Vorsitz bei der CDU-Ortsunion Süd nieder. Zu ihrer Nachfolgerin wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung Nicole Becker gewählt. Zudem stieß eine mögliche Fusion mit der Ortsunion Ost auf große Zustimmung bei den Mitgliedern.Mit einer neuen Vorsitzenden an der Spitze geht die CDU-Ortsunion Süd in das Jahr. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Gründer- und Dienstleistungszentrum an der Beckumer Straße gab Elisabeth Werner ihren Rücktritt von dem Amt bekannt. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Nicole Becker gewählt.
Der Vorstand mit Gästen: Henk Kos, Elisabeth Werner, Martin Pancke, Nicole Becker, Dieter Bartsch sowie Stadtverbandschef Erhard Richard und Heinz Günnewig von der CDU-Ortsunion Ost. Foto: Lucas SchurichtAuf der Tagesordnung standen zudem der Ausblick auf das neue Jahr und ein Referat des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Jörg Stegemann, über das Thema „Wirtschaftsstandort Ahlen – Entwicklungschancen und Entwicklungspotenziale“, aus dem sich anschließend eine angeregte Diskussionsrunde ergab. Dabei wurde das brisante und in den letzten Monaten hitzig diskutierte Thema „Westernstadt“ aufgegriffen und von den Anwesenden kritisch beäugt.
Zunächst aber begrüßte die Noch-Vorsitzende Elisabeth Werner ihre Parteigenossen und ließ sie anschließend auf die Aktivitäten der letzten zwei Jahre zurückblicken, in denen die Ortsunion Süd unter anderem einen Betrieb besichtigt und mehrere Projekte in die Wege geleitet habe.
Gleichzeitig verkündete Elisabeth Werner nicht ohne Wehmut, dass sie das Amt als Vorsitzende aus persönlichen Gründen ablegen wird: „Ein entscheidender Aspekt betrifft die Ungeklärtheit meiner zukünftigen Wohnsituation. Ich möchte gerne die räumliche Nähe zu meiner Familie suchen.“ Ein Rücktritt sei zwar in den meisten Fällen bedauerlich, doch eröffneten sich zeitgleich neue Möglichkeiten und Perspektiven.
Nicole Becker, die erst kürzlich von der Ortsunion Ost gewechselt ist, wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Des Weiteren löste Martin Pancke Günter Möllers als stellvertretenden Vorsitzenden ab. Dieter Bartsch und Henk Kos bleiben auch weiterhin im Amt der Beisitzer. Zudem stellte sich Elisabeth Werner als dritte Beisitzerin zur Verfügung.
CDU-Stadtverbandschef Erhard Richard freute sich über die erfolgreiche Neuwahl des Vorstandes und wünschte viel Glück für die kommenden zwei Jahre. Denn es stehe „Arbeit vor der Brust“, so Richard: „Sowohl das Jahr 2013 als auch das darauffolgende Jahr ist ein Wahlkampfjahr, in dem es gilt, unsere Mitmenschen mit unseren Ideen und Vorstellungen mitzunehmen.“
Auch die geplante Fusion mit der CDU-Ortsunion Ost, die bis 2015 in trockenen Tüchern sein soll, rückte in den Fokus der Jahreshauptversammlung. „Die Fusion der beiden Ortsunionen halte ich für den richtigen Weg, da gleiche Strukturen vorliegen, die sinnvoll verbunden werden können und sich gegenseitig stützen“, nahm Erhard Richard Stellung dazu. Lieber heute als gestern wünschte sich die Mehrheit der Ortsunion Süd den Zusammenschluss, da sie sich in ihrer Existenz bedroht sieht.
„In den letzten zehn Jahren hat sich in der Tat ein Rückgang an aktiven Mitgliedern in der Ortsunion Süd abgezeichnet. Dieses Bild sehe ich aber auch in vielen anderen Institutionen und vor allem in Sportvereinen“, nannte Erhard Richard das Problem beim Namen. Der Stadtverbandsvorsitzende nahm die Jugend in die Pflicht, politisch mitzuwirken. Diese habe nämlich ebenso das Recht, gehört zu werden und bringe im Übrigen auch neue Ideen mit in die politische Arbeit.