CDU: Personal soll auf den Prüfstand

„Untersuchung der Verwaltung“ nötig

 Ahlen - Für unabdingbar hält der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Kiowsky eine „Personal- und Organisationsuntersuchung der Verwaltung“. Das erklärte er am Dienstag im Gespräch mit der „Ahlener Zeitung“, nachdem sich die CDU-Fraktion am Abend zuvor ausführlich mit dem verwaltungsintern erarbeiteten Papier zur Personalentwicklung beschäftigt hat. „Das kann nur ein erster Aufschlag sein“, fasste Kiows­ky das Ergebnis der Beratungen zusammen, an denen die Leiterin der Personalabteilung, Klaudia Froede, und ihr Kollege von der Hauptabteilung, Ulrich Schwar, teilgenommen hatten.
CDU-Fraktionschef Ralf Kiowsky. Foto: Klaus OttenbergCDU-Fraktionschef Ralf Kiowsky. Foto: Klaus Ottenberg
 In ihren Stellungnahmen hätten Froede und Schwar darauf hingewiesen, dass man nicht voraussagen könne, welche weiteren Vorgaben Land, Bund und EU bei der Aufgabenwahrnehmung den Kommune machen würden. Gleichwohl müsse man die Personalentwicklung vorbehaltlos auf den Prüfstand stellen. Weitere Einsparpotenziale sieht Kiowsky bei einer Neuorganisation von Verwaltungsbereichen wie zum Beispiel dem Zentralen Liegenschaftsmanagement (ZGLM).

Darüber hinaus hält der CDU-Fraktionschef die Wiedereinrichtung der Haushaltssicherungskommission für unabdingbar, weil die Absicht von SPD und BMA, alle Haushaltsfragen im zuständigen Haupt- und Finanzausschuss öffentlich zu diskutieren, jedenfalls bislang noch nicht umgesetzt worden sei. In diesen Zusammenhang begrüßt Kiowsky die Ankündigung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Norbert Bing, in der neuen Legislaturperiode wieder einen Finanzausschuss mit eigener Zuständigkeit zu installieren.

 

Bislang macht die Politik nach Meinung Kiowskys noch zu wenig Gebrauch von ihrem Controllingrecht. Dazu müsse man sich zunächst die Zielkennziffern der verschiedenen Produkte vornehmen, um festzuschreiben, welche Leistungen man von der Verwaltung erwarte. Dann lasse sich anschließend auch überprüfen, ob und mit welchem Aufwand die geforderten Leistungen erbracht worden sind. „Das müssen wir nach der Kommunalwahl mit dem neuen Rat unbedingt anpacken“, nimmt sich der Fraktionschef auch selbst in die Pflicht.