CDU will wieder stärkste Kraft werden

Wahlkampfauftakt mit Landrat

 Ahlen - Wieder stärkste Fraktion bei den bevorstehenden Kommunalwahlen will die CDU werden. Diese Absicht unterstrichen Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller am Freitagabend, als sie offiziell den Wahlkampf eröffneten.
Wahlkampfauftakt mit Landrat Dr. Olaf Gericke . Foto: Klaus OttenbergWahlkampfauftakt mit Landrat Dr. Olaf Gericke . Foto: Klaus Ottenberg
 Als Erstes marschierte vor dem DJK-Clubheim am Lindensportplatz der kleine Spielmannszug vom Schlüting auf, der einen Hauch von bayerischer Bierzeltatmosphäre bei den Christdemokraten verbreitete. Nach der Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Peter Lehmann folgte ein Weckruf durch Ruhmöller: „Es wird Zeit, dass wir den 25. Mai in den Blick nehmen.“ Die CDU sei die Partei der soliden Finanzen.

Wie Ruhmöller wies auch Landrat Dr. Olaf Gericke darauf hin, dass viel Geld in den Ausbau von Kindertagesstätten und die Sanierung von Schulen geflossen sei. Zugleich hätten die 13 Städte und Gemeinden in den zurückliegenden Jahren insgesamt 40 Millionen Euro an Schulden zurückgeführt, was eine erhebliche Zinseinsparung bedeute. Mit dem Ausbau der Kitas auch für Kinder unter drei Jahren biete der Kreis Frauen die Wahlmöglichkeit, berufstätig zu bleiben oder das seiner Meinung nach zu Unrecht geschmähte Betreuungsgeld in Anspruch zu nehmen.

Zugleich rief Gericke dazu auf, an der Wahl zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Wie wichtig dieses vereinte Europa sei, werde gerade bei der Krise auf der Krim und in der Ukraine deutlich.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Kiowsky erneuerte sein Angebot, mit den anderen Fraktionen über den Haushalt zu sprechen. Mit den Liberalen habe man erste gute Gespräche geführt. In der Frage der Planungskosten für das Rathaus sei man kompromissbereit. Bei den beiden anderen Streitthemen – Gewerbesteuererhöhung und Osttangente – ließ Kiowsky keinen Verhandlungsspielraum erkennen, sondern betonte, dass eine Gewerbesteuererhöhung mit der CDU zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu machen sei. Und in die Planung der Osttangente sei schon zu viel Geld geflossen, um die Forderung danach einfach fallen zu lassen und ihre Verwirklichung auf absehbare Zeit zu verhindern.