„Hütchen“ sollen Verkehr bremsen
Vorhelm - Wenn Bodenschwellen, Markierungen und Schilder nichts bringen, dann bleiben wohl nur noch „Ahlener Hütchen“ als Option.
Diese auffälligen Betonbarrieren können sich Anwohner der Haarbachstraße und Mitglieder der CDU-Ortsunion Vorhelm nach einem gemeinsamen Ortstermin jedenfalls gut vorstellen, um die Situation im Ortsteil Bahnhof zu entschärfen.
Der Bereich vor dem dortigen Spielplatz war in den vergangenen Wochen aufgrund von Raserei und der unglücklichen, schwer einsehbaren Kurvenlage in die Kritik geraten. Hubert und Conny Papenfort, die mit ihrem Nachwuchs wenige Meter entfernt an der Weinbecker Geist wohnen, hatten sowohl über die „AZ“ als auch den Ortsausschuss auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht. Doch Raimund Möller, der in der jüngsten Sitzung die Verwaltung vertrat, hatte den Vorhelmern – wie berichtet – wenig Hoffnung auf bauliche Veränderungen gemacht.
„Wir möchten aber, dass sich hier etwas ändert“, hielt Hubertus Beier am Mittwochnachmittag fest. Sein Kollege Erhard Richard lobte zwar die schnelle Initiative der Stadtverwaltung, die Büsche rund um die Fläche zu beschneiden, um Kindern wie Eltern bessere Sicht zu ermöglichen, aber: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir hier an möglichst zwei Stellen ,Hütchen bekommen, um dem Verkehr in dieser Kurve die Geschwindigkeit zu nehmen“, sagte er. Gemeinsam mit den Anwohnern wurden schon mal mögliche Standorte ausgelotet. Ein entsprechender Antrag mit Skizze werde in der kommenden Woche an die Stadtverwaltung gerichtet, kündigte der CDU-Wahlkreiskandidat an.
„Wir wissen auch, dass es in der Regel Anwohner sind, die hier zu schnell fahren“, räumt auch Holger Hasselmann ein, der vis-à-vis des Spielplatzes wohnt. Die Stadt habe deswegen darauf hingewiesen, dass Autos doch auf der Straße parken sollten, um auf den Verkehr verlangsamend einzuwirken. „Das macht nur keiner“, erneuerte Conny Papenfort ihre Kritik. „Mir wurde gesagt, dass ich am besten von Tür zu Tür gehen sollte, um die Nachbarn zu sensibilisieren.“ Diesen Tipp der Verwaltung stuft Erhard Richard jedoch als „falschen Weg“ ein. „Ich kann verstehen, dass man sich scheut, sein Auto hier in der Kurve abzustellen, wenn am nächsten Tag der Außenspiegel weg ist." Und dies sei durchaus schon passiert, bestätigt Holger Hasselmann