CDU-Initiative zur Innenstadt-Aufwertung
Der Marktplatz: außerhalb der Wochenmarktzeiten: tot. Die Fußgängerzone: lang, aber auch langweilig.
Finden die, die darüber reden – und zunehmend auch in sozialen Netzwerken bissig bis böse kommentieren. Leerstände hier, Ein-Euro-Shops dort: „Wir wollen Schwung reinbringen“, lässt Karl-Heinz Jonscher am Freitag aufhorchen – und sieht einen ersten Schritt bereits gemacht. Die Ortsunion Mitte-Nord, deren Vorsitzender er ist, und die Frauenunion haben sich zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Der schaute sich soeben an, was immer wieder an Beschwerden angeführt werde, wie Jonscher im „AZ“-Gespräch erklärt.
Zentrale Frage sei es nun: „Wie können wir den Marktplatz und die Fußgängerzone attraktiver gestalten?“ Was kann und muss geändert werden, damit das Stadtzentrum von der Bevölkerung positiver wahrgenommen wird? Die Geschäfte der Fußgängerzone und auch der Wochenmarkt würden davon profitieren.
Erste Steine des Anstoßes nahmen die Christdemokraten auf dem Marktplatz zu Protokoll. Das Pflaster sei mit seinen ausgewaschenen Fugen kaum noch passierbar und alles andere als behindertengerecht (die „AZ“ berichtete mehrfach). Für die Fußgängerzone sei über eine Öffnung für Fahrradfahrer nachzudenken. Mit Ausnahmeregelungen an Veranstaltungstagen.
Zu wenig Sitzbereiche in der Einkaufszone
Ein Manko: Sitzbereiche mit Genusscharakter. Aktuelles Beispiel: Der namenlose Brunnen in der oberen Oststraße, der für die HBB-Baustelle zwischenzeitlich Platz gemacht hatte, ist zwar wieder zurückgekehrt. Die von der Verwaltung angekündigte „hohe Verweilqualität“ aber noch nicht hergestellt. Statt Bänke umschließen aktuell Ausstellungsstücke eines Fachmarktes das plätschernde Wasserspiel.
Unschön: die mit Aufklebern zugekleisterten Laternenmasten. Sie ließen sich mit einem Speziallack, an dem nichts mehr haften bleibe, überstreichen.
Der Arbeitskreis erarbeitet nun Vorschläge und setzt dabei auf Anregungen aus der Bevölkerung. Auch der Sprecher der Marktbeschicker sei in die Gespräche eingebunden, so Karl- Heinz Jonscher. Er bittet jetzt um weitere Hinweise unter k.jonscher@ahlencom.biz.