Ausgewaschene Fugen bleiben ein Ärgernis
Über die wichtigsten Punkte unterhielt sich die Gruppe am Samstagvormittag mit anderen Interessierten vor dem Alten Rathaus. Hauptstreitpunkt waren hierbei erneut die ausgewaschenen Fugen auf dem Marktplatz, die vor allem Hans-Jürgen Vicariesmann vom Behindertenbeirat ein Dorn im Auge sind. Seine klare und kostspielige Forderung: „Das Kopfsteinpflaster muss raus.“ Nur so sei der Marktplatz auch für Behinderte, beispielsweise mit Rollstühlen, zugänglich.
Eine radikale Lösung, die der Arbeitskreis so nicht für notwendig erachtete. Weitere Teilnehmer schlugen vielmehr vor, die Fugen derart zu füllen, dass Ahlens „gute Stube“ auch mit Gehhilfen gut begangen werden kann. Gegen eine Entfernung des Kopfsteinpflasters an den Ränden des Platzes sprach sich auch Bürgermeisterkandidat Dr. Alexander Berger aus: „Wir müssen den historischen Charakter erhalten, aber den Marktplatz trotzdem für alle Bürger zugänglich machen“, lautete seine klare Forderung. Die Fläche sei schließlich für die Menschen und nicht für die Steine da.
Dass einige Leute, die früher gerne zwischen Altem Rathaus und Haus Holtermann auf dem Wochenmarkt stöberten, mittlerweile fern bleiben, wusste Heinrich Schwippe zu berichten. „Ich erlebe eigentlich an jedem Markttag, dass ältere Leute mit ihren Rollatoren steckenbleiben“, berichtete Schwippe über seine Erlebnisse als Standbetreiber. Eine bessere Begehbarkeit würde den Umsatz der einzelnen Stände merklich steigern und außerdem dafür sorgen, dass der Markt auch wieder für neue Stände attraktiv wird.
Eine Belebung, die auch Ernst Koenen für dringend notwendig hält. „Der Platz sollte ein Ort der Ruhe werden, das ist jetzt auch eingetroffen“, merkte er nicht ohne Ironie an. Des Weiteren stellte er fest, dass das Rahmenkonzept für Ahlens Innenstadt an einem „Parkfehler“ leide. Eine Beobachtung, die der CDU-Arbeitskreis ebenfalls gemacht hat. Seine Reaktion hierauf: Das Parkleitsystem solle so verbessert werden, dass auch Auswärtige die vorhandenen Parkplätze – wie zum Beispiel am Bürgerzentrum – besser finden. Nur so käme wieder mehr Kaufkraft in die Fußgängerzone.
Parallel zur Oststraße und auch auf dem Marienplatz müssten unbedingt weitere Sitzgelegenheiten geschaffen werden, so ein weiterer Wunsch, der gerade älteren Menschen entgegenkommt.