Am vergangenen Donnerstag fand im" Haus Wibbelt" ein politischer Stammtisch der Jungen Union Ahlen und dem CDU Landtagsabgeordneten und Bildungspolitischem Sprecher der CDU Fraktion Bernhard Recker statt. Nach kurzer Begrüßung des JU Vorsitzenden Dennis Kykal hielt Recker einen kurzweiligen Vortrag zur aktuellen Bildungspolitischen Lage in NRW.
CDU Landtagsabgeordneter Berni Recker beim JU-StammtischZum einen ging es um die grade erschienene Auswertung zum Zentralabitur. Hier ist der Landesweite Durchschnitt zwar der beste seit Beginn der Statistikführung 1992, jedoch ist ein deutlicher Unterschied zwischen Gymnasien und Gesamtschulen zu erkennen, vor allem zeigen Gesamtschüler in den zentralen Abiturprüfungen deutlich schlechtere Leistungen, als ihre Vorbenotungen erwarten lassen. Dies ist laut Recker im Bezug auf Fairness nicht zu verantworten. Zum einen natürlich gegenüber den Mitschülern auf Gymnasien, wenn es um den Kampf um Studienplätze geht, wo ausschließlich die Abiturnote und nicht die Schulform entscheidet. Vor allem aber auch Fairness Gegenüber den Gesamtschülern, die somit bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz, vor allem im kaufmännischen Bereich, deutlich schlechtere Chancen haben, als Bewerber von Gymnasien, da die meisten Firmen von dieser Diskrepanz wissen. „Es darf in Zukunft kein „Abitur Light“ mehr geben“ so Recker. Dies soll durch zusätzliche Fördermittel und mehr Unterrichtsstunden an Gesamtschulen erreicht werden. Dies soll zum einen durch die Aussetzung des „Turbo Abiturs“ an Gesamtschulen erreicht werden, welche ihr Abitur weiterhin in 9 Jahren machen.
Ein weiteres Thema war der Abbau von Stundenausfällen und die Schaffung von mehr Ganztagsschulen und Schulen mit Mittagsbetreuung, welche sich im Zuge des Abiturs in 12 statt bisher 13 Schuljahren nicht vermeiden lässt. Hierzu können alle Schulen spezielle Fördermittel beantragen, um Umbaumaßnahmen und zusätzliche Stellen zu finanzieren. „Wir müssen überall sparen, denn die Schuldenlast trägt die Jugend, nur nicht in der Bildung“ so Recker weiter.
Im Anschluss an diese Ausführungen diskutierten die anwesenden noch angeregt über die angesprochenen Themen und bekamen auf alle Fragen nochmals ausführliche und Informative Antworten von Bernhard Recker.