CDU-West besichtigte Europas größte Baustelle in Hamm-Uentrop
Auch die Energiepolitik, sowie die Umweltbelastungen durch Kohlekraftwerke und anderer Energielieferanten wurde kontrovers diskutiert.Foto: Klaus OttenbergDas Kraftwerk, das ursprünglich für eine Mischfeuerung mit Öl ausgelegt war, wird heute grundsätzlich mit Steinkohle betrieben.
Derzeit baut die RWE Power AG neben der bestehenden Anlage ein neues hocheffizientes Doppelblock-Steinkohlenkraftwerk. Die Blöcke D und E mit je 800 Megawatt Leistung werden bis Mitte 2011 / Anfang 2012 in Betrieb gehen. Bis dahin werden die Blöcke A und B nicht mehr in Betrieb sein.“ Die Abgase werden über zwei Kühltürme mit jeweils 165 Metern Höhe geleitet, so dass kein Schornstein erforderlich ist“, so August Wilhelm Junkermann.
Die Anlage wird auf dem Areal des seit Mitte der 1970er Jahre geplanten Kernkraftwerks Hamm errichtet, das als 1300 Megawatt-Kraftwerk mit Druckwasser-Reaktor konzipiert war. Dieser Plan wurde 1995 endgültig aufgegeben. Auf dem gleichen Gelände lag auch der THTR-300 (Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor mit 300 Megawatt Leistung). Der von 1971 bis 1983 errichtete Prototyp für Hochtemperatur-Reaktoren ging 1985 ans Netz und wurde aus wirtschaftlichen Gründen 1989 stillgelegt.
„Auch der Standort ist optimal an das Verkehrsnetz angebunden: Die Brennstoffe kommen primär über den Datteln-Hamm-Kanal ans Kraftwerk, so August Wilhelm Junkermann. Von dort wird die Kohle per Band zu den Kohlebunkern der Dampferzeuger gefördert. Eine alternative Versorgungsmöglichkeit kann per Bahn sichergestellt werden. Denn neben dem eigenen Hafen am Ende des Datteln-Hamm-Kanals hat das Kraftwerk Anschluss an das Schienennetz der Ruhr-Lippe-Eisenbahngesellschaft.
Nach der Theorie folgte die Besichtigung. Die RWE stellte einen Reisebus zur Verfügung. So konnte sich die Besuchergruppe die Baustelle näher ansehen.
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