Überzeugung nicht ohne Not über Bord werfen

CDU-Chef Erhard Richard zur Homo-Ehe

Die bevorstehenden Wahlen zum Bundestag am 22. September und die Kommunalwahl im nächsten Jahr haben auch bei der CDU Mitte-Nord am Dienstagabend im Art Hotel ihre Schatten vorausgeworfen. Stadtverbandschef Erhard Richard stellte den Mitgliedern den vorläufigen Fahrplan vor. Ab 22 . Juli werde die CDU die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes mit ihrem Kandidaten Reinhold Sendker einläuten. Da bis kurz vor dem Urnengang laut Meinungsforschern noch viele Wähler unentschlossen und empfänglich für Kampagnen seien, wolle die CDU vor allem in den letzten beiden Wochen bis zum Samstag vor dem Wahltermin die Wahlkampfmaschine auf Hochtouren fahren, kündigte Richard an. Er machte überdies deutlich: „Es wird keine Zweitstimmen-Kampagne für die FDP geben.“ Jeder kämpfe für sich. Gleichwohl sei das Abschneiden der Liberalen mit Blick auf die Regierungsbildung entscheidend.

 Klare Kante werde die CDU bei konservativen Themen wie dem Ehegatten-Splitting und zur Homo-Ehe zeigen, so Richard. Die Union strebe keine steuerliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften an, verwies Richard auf das Grundsatzprogramm seiner Partei. Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft sei auch grundgesetzlich besonders geschützt. Das heiße nicht, dass man andere Lebenspartnerschaften nicht toleriere. „Aber wir werfen unsere Überzeugung nicht ohne Not über Bord“, stellte er klar.