Enge Bindung zum Landtag

Abordnung des Bürgerschützenvereins Ahlen in Düsseldorf

Abordnung des Bürgerschützenvereins Ahlen in Düsseldorf

Ahlen / Düsseldorf - Ungewohnte Ansichten im Düsseldorfer Landtag: Fahnen, Uniformen und schmissige Musik beherrschten am Dienstag das Geschehen beim „Parlamentarischen Abend“. Mittendrin befand sich auch eine Abordnung des Bürgerschützenvereins Ahlen, vertreten durch das Königspaar Horst Schenkel und Katrin Jäger sowie Offizier Dirk Rösner.

Nicht einmal 24 Stunden nach seiner Wahl zum Vorsitzenden des Bürgerschützenvereins Ahlen absolvierte Horst Schenkel einen bedeutsamen Termin in Düsseldorf – diesmal in seiner Funktion als Schützenkönig und an der Seite seiner Mitregentin Katrin Jäger.

Foto: Christian WolffFoto: Christian Wolff
Aus Anlass seines 325-jährigen Bestehens hatte der Ahlener Verein vor wenigen Wochen eine Einladung in den Landtag erhalten, wo alle zwei Jahre ein Parlamentarischer Abend zum Thema „Schützenbrauchtum in Nordrhein-Westfalen“ abgehalten wird. Allein der Westfälische Schützenbund repräsentiert rund 90 000 Mitglieder, von denen Vereine mit besonderen Merkmalen oder stattlichen Jubiläen durch die jeweiligen Landtagsabgeordneten zu diesem Ereignis nach Düsseldorf gerufen werden.

„Ich freue mich, dass wir heute unsere Stadt repräsentieren dürfen“, sagte Königin Katrin Jäger bei der Begrüßung durch den heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum, der selbst Mitglied in einem Schützenverein – dem Bürgerschützenverein Albersloh – ist. Horst Schenkel wies Rehbaum erfreut darauf hin, dass die Königskette, die er noch bis zum Fronleichnamstag im kommenden Jahr tragen darf, auch eine Verbindung zum Düsseldorfer Landtag habe. Der Orden von Herbert Faust, Jubiläumskönig zum 300. Geburtstag des Vereins im Jahr 1988, trägt eine Inschrift, die auf dessen Amtszeit im NRW-Plenum hinweist.

Der Präsident des Westfälischen Schützenbundes, Klaus Stallmann, nutzte die Gunst der Stunde, den politischen Landesvertretern erneut den Unmut der Grünröcke kundzutun, der mit der Einführung der neuen Schießverordnungen verbunden ist. Wie er berichtete, sehen sich zahlreiche Traditionsgemeinschaften vor harte Proben gestellt. Einige könnten die nötigen Umbauten ihrer Schießplätze und -stände kaum bewältigen, geschweige denn finanzieren. „Hier muss nachgebessert werden“, so Stallmann.

Abgerundet wurde der mit viel Musik und lockeren Gesprächen gespickte Abend durch eine Führung. Henning Rehbaum präsentierte den Gästen aus Ahlen, Enniger und Beckum das Landtagsgebäude inklusive Plenar- und CDU-Sitzungssaal.