Mit dem Fachminister Auge in Auge

Weiterbau der Westumgehung

 Dolberg - Dolberger und Uentroper finden, sie haben genug aus der Ferne nach dem Anschluss der L 547 an die Lippestraße gerufen. Jetzt fahren sie gemeinsam nach Düsseldorf, um sie persönlich zu fordern. Dolberger und Uentroper sind es leid: Sie werden persönlich bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek den Bau des zweiten Teils der Westumgehung einfordern. Das ist Ergebnis des offenen Ortstermins, zu dem CDU-Ortsunionschef Jochen Rabe am Montagnachmittag eingeladen hatte. Etwa drei Dutzend Anlieger und einige Mandatsträger waren dazu an der Kreuzung L 547 / B 61 erschienen. Ihr Tenor: Es wird höchste Zeit.
Stadtbaurat Andreas Mentz (vorne links) hört konzentriert zu, als ein Bürger sich mit seinem Protest zu Wort meldet. Foto: Jörg PastoorStadtbaurat Andreas Mentz (vorne links) hört konzentriert zu, als ein Bürger sich mit seinem Protest zu Wort meldet. Foto: Jörg Pastoor

Die beiden Wahlkreisabgeordneten Henning Rehbaum und Oskar Burkert (Hamm) waren der Einladung ebenso gefolgt wie einige Ortsausschussmitglieder. Hamms Baurätin Rita Schulze Böing war da, Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und Stadtbaurat An­dreas Mentz. Außerdem war noch Uentrops Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch gekommen, der die Fortsetzung der Westumgehung nochmals eindringlich forderte – allein der Anbindung der Gewerbegebiete wegen.

Henning Rehbaum und Oskar Burkert betonten die Unwilligkeit des Landes. Die Straße, die laut Benedikt Ruhmöller die Städte Hamm und Ahlen beide fordern, sei in der Priorität heruntergestuft worden statt mit Vorrang vorangetrieben zu werden.

Auf Nachhaken von SPD-Mitglied Harald Krämer („Was machen wir denn jetzt konkret?“) luden die beiden Landtagsabgeordneten nach Düsseldorf ein, um am Rand einer Verkehrsausschuss-Sitzung direkt mit dem Fachminister zu sprechen und auf die Dringlichkeit der L 547n hinzuweisen. „Wir machen einen Bus voll und fahren“, so Rehbaum.

Björn Pförtzsch sagte für die Nachbarn eine Beteiligung zu. Denn wie meinte Jochen Rabe? „Wir haben schon mal gesagt, 2014 eröffnen wir. Wenn wir so weitermachen, wird das überhaupt nix mehr.“