CDU bleibt stärkste Kraft im Stadtrat

16 Sitze im Rat

  Ahlen - Fünf Jahre nach dem Verlust der absoluten Mehrheit hat die CDU in Ahlen bei der gestrigen Kommunalwahl weitere Einbußen erlitten, bleibt aber die stärkste politische Kraft im Rat, knapp vor der SPD. 

Der Vorsprung Ahlen - Fünf Jahre nach dem Verlust der absoluten Mehrheit hat die CDU in Ahlen bei der gestrigen Kommunalwahl weitere Einbußen erlitten, bleibt aber die stärkste politische Kraft im Rat, knapp vor der SPD. der CDU beträgt nach dem vorläufigen Endergebnis, das wegen Verzögerungen bei der Briefwahlauszählung erst um 0.40 Uhr feststand, nur 402 Stimmen.

Profiteure der Wahl sind die Freien Wähler (7,21 Prozent) und die Bürgerliche Mitte Ahlen (6,34 Prozent), die beide jeweils ei­nen dritten Sitz im Stadtparlament hinzugewannen. Drei Sitze haben weiterhin auch die Grünen, die prozentual ebenso minimal verloren (minus 0,17) wie die Linke (minus 0,2), die ebenfalls ih­re zwei Sitze halten konnte. Die FDP fiel von 6,33 auf 4,38 Prozent zurück und muss ei­nen von drei Stühlen räumen.

Die CDU verlor im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren, als sie 39,71 Prozent bekam, 2,97 Prozent und hat künftig 16 Sitze im Rat, einen weniger als bisher. Die SPD legte zwar um 3,18 auf 34,64 Prozent zu, stagniert aber bei 15 Sitzen. Bei der Wahl 2009 hatte sie nur 14 Mandate errungen, später allerdings durch Steven Scholle nach der Auflösung der Sozialen Zukunftspartei (SZP) Zuwachs erhalten. Jubelstimmung herrschte dennoch bei den Sozialdemokraten, weil sie der CDU vier Direktmandate abnehmen konnten. Die Wahlbezirke 5 (Elisabeth-Tombrock-Haus), 9 (GDZ), 12 (Städt. Gymnasium) und 14 (Fritz-Winter-Gesamtschule rechts) fielen an die SPD, die damit in insgesamt zehn der 22 Wahllokale die Nase vorn hatte. 2009 hatte die CDU noch 16 Direktmandate errungen, die SPD nur sechs.

Das beste Ergebnis für die SPD holte der türkischstämmige Kandidat Serhat Ulusoy im Bezirk 16 (Jugendzen­trum Ost), dem früheren „Revier“ von SPD-Fraktionschef Norbert Bing, mit 54 Prozent. Ein Wert, der nur noch von Jochen Rabe mit 57 Prozent für die CDU im Bezirk 22 in Dolberg übertroffen wurde.

Im Ahlener Süden schlug sich kurzfristig der Anwohnerprotest gegen die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf der Gemmericher Straße im guten Abschneiden der BMA nieder, für die Martin und Mechthild deKunder in den Bezirken 18 (Juk-Haus) und 19 (PariSozial) 10,7 bzw. 11,1 Prozent holten. Die BMA hatte erst in der vergangenen Woche gefordert, die neue Verkehrsregelung rückgängig zu machen.

Die FWG punktete erwartungsgemäß stark in den Ortsteilen, im Vorhelmer Bezirk 2 (Augustin-Wibbelt-Schule rechts) verwies sie mit 27,95 Prozent die SPD (20,56) auf den dritten Platz. FWG-Chef Heinrich Artmann hingegen blieb im Dolberger Bezirk 21 (Lambertischule links) mit 11,31 Prozent hinter den Erwartungen zurück.

Erschreckend gering war die Wahlbeteiligung, die von 55 Prozent 2009 auf 48,1 Prozent in den Keller ging. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller lobte in der Nacht die „starke logistische Leistung“ aller Wahlhelfer. 

 

Die 44 Mitglieder des neuen Rates

CDU: Hubertus Beier, Erhard Richard, Karl-Heinz Jonscher, Rudolf Jaschka, Peter Lehmann, Martin Hegselmann, Heinz Günnewig, Ralf Kiowsky, Rita Pöppinghaus-Voß, Matthias Harman, Philipp Gößling, Joachim Rabe, Barbara Buschkamp, Ralf Marciniak, Iris Binder, Tanja Lehmann

SPD: Hans-Jürgen Metzger, Gabriele Duhme, Steven Scholle, Manuela Esper, Udo Zambo, Karl-Heinz Meiwes, Serhat Ulusoy, Frank Viehfeger, Michael Berning, Norbert Schwemmer, Thomas Kozler, Bernhard Meiwes, Uwe Maschelski, Gudrun Westhues, Harald Krämer

Grüne: Petra Pähler-Paul, Norbert Ostermann, Dieter Bröer

BMA: Matthias Bußmann, Rolf Leismann, Martina Maury-Thülig

Linke: Reiner Jenkel, Dirk Tutat

FDP: Eric Fellmann, Norbert Fleischer