Stadtgeschichte mitgestaltet
In Vertretung des entschuldigten CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Peter Lehmann und des in Teltow weilenden Bürgermeisters Benedikt Ruhmöller begrüßte Rita Pöppinghaus-Voss die Teilnehmer zur Ehrung der Mitglieder, die auf 65, 50 und 40 Jahre Zugehörigkeit zurückblicken können. „Sie haben nicht nur dazu beigetragen, dass sich die CDU als demokratische Partei entwickeln konnte, sondern haben auch ein Stück Stadtgeschichte mitgestaltet“, lobte sie die Jubilare.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum zeigte sich traurig über die aktuelle Diskussion, ob die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, und fragte: „Kann man einen Staat, der seine Bürger Tag und Nacht überwacht hat, einen Rechtsstaat nennen?“ Der Mauerfall sei ein Sieg der Menschenrechte, der Freiheit und des Friedens gewesen.
In seiner Festrede blickte Altbürgermeister Herbert Faust, selbst Jubilar mit 65-jähriger Parteizugehörigkeit, auf die Anfänge der Bundesrepublik 1949 zurück. Damals hätten die Frauen und Männer der ersten Stunde als Ziele nicht nur festgelegt, die Einheit Deutschlands wieder zu vollenden, sondern auch mit einem guten Verhältnis zu den Nachbarländern im vereinten Europa dem Frieden zu dienen. „Das war der Auftrag“, betonte Herbert Faust.
Sichtlich bewegt spannte er den Bogen bis hin zu den Tagen, in denen die Einheit ohne Blutvergießen möglich wurde, und strich auf dem Weg dorthin den Warendorfer Heinrich Windelen als Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen heraus, der immer hartnäckig an der Vereinigung arbeitete. Aber auch der ehemalige Ahlener Stadtdirektor Dr. Walter Priesnitz war in seiner späteren Funktion als Staatssekretär im Ministerium für innerdeutsche Angelegenheiten an der Einheit beteiligt: Zum einen begleitete er die DDR-Flüchtlinge im Zug von ihrem Weg von der Prager Botschaft durch die DDR in die Bundesrepublik, zum anderen verfasste er den Einheitsvertrag mit.