OGS-Angebote unterfinanziert
An einem Tisch: Ratsmitglieder der CDU und Vertreter des Caritasverbandes tauschten sich über soziale Fragen aus.
Peter Lehmann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Rat, verwies auf die Unterstützung für die Caritas-Sozial-Beratung, das Sozial-Kaufhaus „Warenkorb“ sowie das „Forum gegen Armut“ und würdigte die engagierte Arbeit der Caritas, die zum Beispiel im Bereich der Wohnungslosenhilfe dazu beitrug, dass im vergangenen Jahr trotz 43 Räumungsklagen keine Ahlener Bürger wohnungslos wurden. „Hier wirken freiwillige Leistungen präventiv und nachhaltig“, stellte Lehmann erfreut fest.
Im weiteren Gespräch wurden auch Fragen der Qualität und Finanzierung der Offenen Ganztagsschulen diskutiert. Als Träger der OGS an der Barbaraschule und der Albert-Schweitzer- Schule erleben die Mitarbeiter des Caritasverbandes tagtäglich, wie wichtig die Unterstützung der Eltern durch das verlässliche Angebot an den Schulen ist. Die regelmäßige Mittagsmahlzeit, die Begleitung bei den Hausaufgaben und die verschiedenen Projektangebote erreichen mittlerweile alle Kinder, egal welcher Herkunft und Religion. „Die Personalkosten sind jedoch nicht mehr ausreichend gedeckt, dies gefährdet die Weiterentwicklung der Angebote“ stellt Birgit Marquard, stellvertretende Geschäftsführerin der Caritas, fest.
„Wir werden uns mit den Fragen der Bildungschancen und der Familienfreundlichkeit intensiv beschäftigen, im Grunde sind es Anfragen an unser Leitbild, wohin wir uns in Ahlen bewegen wollen“, fasste Schulausschussvorsitzender Matthias Harman die Position der CDU im Rat der Stadt zusammen. Abschließend bekräftigten alle Beteiligten die Absicht, den Austausch fortzusetzen.