„Der Lunch Club macht nur Samstags auf. Das stimmt nicht!“

CDA Ahlen

 Die Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Ahlen konnte bei ihrem Besuch des Lunch Club e.V. nicht nur diese Worten des Vorsitzenden Pfarrer Markus Möhl am vergangenen Dienstag mitnehmen. Denn Kinderarmut ist auch in Ahlen ein Thema.
Übergabe des „rohen Obstsalates“ der CDA an den Lunch Club durch Alexander Berger. V.l.n.r. Markus Möhl, Heike Gründken, Alexander Berger, Daniel Pachal, Heinz Günnewig und Peter Kuretitsch.Übergabe des „rohen Obstsalates“ der CDA an den Lunch Club durch Alexander Berger. V.l.n.r. Markus Möhl, Heike Gründken, Alexander Berger, Daniel Pachal, Heinz Günnewig und Peter Kuretitsch.
 Die Zahl von 2.200 Ahlener Kinder in Armut, und somit 22,5%, mag schwer begreiflich sein. Davor, was dies jedoch Mitten in unserer Gesellschaft, in Deutschland und hier in Ahlen heißt, darf niemand

die Augen verschließen. Die CDA Ahlen versuchte dies im Lunch Club vergangene Woche zu erfahren und wurde hierbei von der stellv. Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss und dem Bürgermeisterkandidaten Alexander Berger begleitet. Schließlich geht es dort um Kinder; Kinder, die sich teilweise an ihre letzte warme Mahlzeit Zuhause schon erst mal erinnern müssen.

 

Das war der Anlass ab 2012 (zunächst tatsächlich nur Samstags) im Wichernhaus als unabhängiger Lunch Club e.V. zu helfen. „Ganz wichtig war uns hier der Restaurant-Charakter. Wir wollen nicht „nur“

eine Suppe-Küche sein. Zu uns sollen Kinder gerne kommen. Jeder bekommt sogar seine eigne Flasche - aus Glas“, erzählten Markus Möhl und Heike Gründken, die Pädagogische Leiterin.

 

Heute hat der Lunch-Club bereits drei Tage pro Woche geöffnet und bietet nicht nur leckeres und gesundes Essen, sondern auch gemeinsames spielen, basteln, Bewegung und eben Dinge, die Spaß

machen, sowie einen Nachhilfe-Nachmittag an. Daneben existieren monatliche, besondere Angebote und alles für die Kinder kostenlos. „Wir erreichen mit diesen breiten Angeboten wöchentlich mehr als

30 Kinder“, so Heike Gründken über Ihre Arbeit.

 

Das langfristige Ziel ist es dabei die Einrichtung des Lunch Club jeden Tag anzubieten. Dies kann aber nur mit viel ehrenamtlichen Engagement, Spenden und einer besseren Vernetzung gelingen. Hier

kann man als Beispiel die geplante Wiederbelebung des „Bündnis für Familien“ zu nennen — ein iel, das auch für die CDA mehr als nur Sinn macht. "Gerade für uns Christ-Soziale ist jede Familie schließlich noch immer die natürliche Keimzelle einer Gesellschaft und deshalb besonders

schützenswert!“, unterstrich der stellv. Ahlener CDA Vorsitzende Peter Kuretitsch die Wichtigkeit der geleisteten Arbeit. Wie dringend diese auch hier in Ahlen geschützt werden müssen, zeigt der Lunch Club - präventiv, integrativ und engagiert.