Flüchtlinge in Blomberg-Brache?

CDU sieht Alternative zur Bodelschwingh-Schule

 „Ich halte die Bodelschwinghschule für ungeeignet“, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Peter Lehmann bei einer Ortsbegehung am Freitagvormittag. Berger, parteiloser Kandidat von CDU und FDP, plädierte dafür, auch Alternativstandorte in Betracht zu ziehen. „Ich spreche mich für einen Prüfauftrag an die Verwaltung aus“, erklärte Berger vor Ort.
CDU-Ortstermin am Freitag auf dem Blomberg-Areal. Foto: Ulrich GösmannCDU-Ortstermin am Freitag auf dem Blomberg-Areal. Foto: Ulrich Gösmann
 Scharfe Kritik äußerte Lehman an der Vorgehensweise von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. „Was mir fehlt, ist eine umfassende Bürgerbeteiligung.“ Die Ratsgremien würden erst am Montag offiziell im Sozialausschuss von dem Vorhaben informiert. Die Ergebnisse der Bürgerversammlung, die einen Tag später stattfinde, könnten nicht einmal in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden. „Ich habe kein Verständnis für die Eile“, die Ruhmöller an den Tag lege, zumal es sich um eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen handle, die besser der neue Bürgermeister gemeinsam mit dem Rat getroffen hätte.

Das Areal der Blomberg-Werke an der Voltastraße ist mit insgesamt 115 000 Quadratmetern deutlich größer als das der Bodelschwinghschule mit 20 000 Quadratmetern. Auf dem Industriegelände befinden sich fünf Hallen, ein Verwaltungsgebäude und größere Freiflächen. Franz-Josef Buschkamp (CDU) wies darauf hin, dass das Land bei der Schaffung neuer Unterkünfte erheblich unter Zeitdruck stehe.