Berger und Woltering im Stechen

Entscheidung auf den 27. September vertagt

 Ahlen - Die Entscheidung, wer nach 16 Jahren Be­nedikt Ruhmöller als Bürgermeister oder Bürgermeisterin der Stadt Ahlen ablösen wird, ist vertagt. Sie fällt endgültig erst am 27. September, in der Stichwahl zwischen Dr. Alexander Berger, dem parteilosen Kandidaten von CDU und FDP, und Ulla Woltering, die von SPD, Grünen und Linken nominiert war. 
 Der unabhängige Einzelbewerber Rainer Giesecke ist aus dem Rennen, sein Name wird auf den neuen Stimmzetteln, die nun gedruckt werden müssen, nicht mehr stehen. Er rief seine Wähler am Sonntagabend im Ratssaal dazu auf, in zwei Wochen Ulla Woltering zu unterstützen.

 

Keiner der beiden Favoriten erreichte die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen, um den Sack im ersten Wahlgang zuzumachen. Dabei kam Dr. Alexander Berger der 50-Prozent-Marke am nächsten, er hatte mit 47,71 Prozent die Nase vorn, bekam 8789 Stimmen. Auf Ulla Woltering entfielen 44,76 Prozent (8246 Stimmen), auf Rainer Giesecke 7,53 Prozent (1387).

 

Berger siegte in 14 von 22 Stimmbezirken, punktete vor allem in den Ortsteilen sowie im Norden und Westen der Stadt. Den absoluten Spitzenwert erzielte der 45-jährige Jurist in Dolberg (Lambertischule rechts) mit 68,2 Prozent. Ulla Woltering schnitt am besten „jenseits der Bahn“ ab, im Bezirk 16 (Jugendzentrum Ost) votierten 61,79 Prozent für die 54-jährige Diplom-Pädagogin und derzeitige Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales bei der Stadt. Rainer Giesecke (61) kam in drei Wahlbezirken auf zweistellige Prozentzahlen – 11,0 in Vorhelm 2 10,26 an der Feuerwache Süd und 10,81 am Städtischen Gymnasium.

 

Die Wahlbeteiligung war mit 45,85 Prozent höher als allgemein befürchtet worden war, wenn auch schlechter als bei der Kommunalwahl 2014 (48,2). Das vorläufige Endergebnis stand bereits um 19.52 Uhr fest, bei der Auszählung gab es diesmal keinen „Hänger“. Aus organisatorischer Sicht, so Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, sei die Wahl reibungslos gelaufen. Das Ergebnis bezeichnete er in einem ersten Statement als „absehbar“. Wie die Stichwahl ausgehen wird, ist aus seiner Sicht offen, abhängig davon, in welchem Maße Berger und Woltering ihre Anhänger noch einmal mobilisieren können.(Quelle: AZ)