Berger und Woltering im Stechen
Keiner der beiden Favoriten erreichte die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen, um den Sack im ersten Wahlgang zuzumachen. Dabei kam Dr. Alexander Berger der 50-Prozent-Marke am nächsten, er hatte mit 47,71 Prozent die Nase vorn, bekam 8789 Stimmen. Auf Ulla Woltering entfielen 44,76 Prozent (8246 Stimmen), auf Rainer Giesecke 7,53 Prozent (1387).
Berger siegte in 14 von 22 Stimmbezirken, punktete vor allem in den Ortsteilen sowie im Norden und Westen der Stadt. Den absoluten Spitzenwert erzielte der 45-jährige Jurist in Dolberg (Lambertischule rechts) mit 68,2 Prozent. Ulla Woltering schnitt am besten „jenseits der Bahn“ ab, im Bezirk 16 (Jugendzentrum Ost) votierten 61,79 Prozent für die 54-jährige Diplom-Pädagogin und derzeitige Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales bei der Stadt. Rainer Giesecke (61) kam in drei Wahlbezirken auf zweistellige Prozentzahlen – 11,0 in Vorhelm 2 10,26 an der Feuerwache Süd und 10,81 am Städtischen Gymnasium.
Die Wahlbeteiligung war mit 45,85 Prozent höher als allgemein befürchtet worden war, wenn auch schlechter als bei der Kommunalwahl 2014 (48,2). Das vorläufige Endergebnis stand bereits um 19.52 Uhr fest, bei der Auszählung gab es diesmal keinen „Hänger“. Aus organisatorischer Sicht, so Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, sei die Wahl reibungslos gelaufen. Das Ergebnis bezeichnete er in einem ersten Statement als „absehbar“. Wie die Stichwahl ausgehen wird, ist aus seiner Sicht offen, abhängig davon, in welchem Maße Berger und Woltering ihre Anhänger noch einmal mobilisieren können.(Quelle: AZ)
