Jecken sollen sicher feiern können
Ahlen - Die von der CDU-Fraktion beantragte Sondersitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen wird am Dienstag, 2. Februar, um 16 Uhr stattfinden. Einziger Tagesordnungspunkt: die Sicherheitslage an den bevorstehenden „tollen Tagen“.
„Was wir nicht brauchen in Ahlen, ist eine Bürgerwehr.“
Peter Lehmann
Mit der in der letzten Ausschusssitzung von Ordnungsabteilungsleiterin Gabriele Hoffmann erhaltenen Auskunft, dass im Rahmen der Ordnungspartnerschaft im „normalen Turnus“ ein Austausch mit der Polizei stattfinde, wollen sich die CDU-Vertreter nicht zufriedengeben. „Normal ist in dieser Situation sicher nicht genug“, sagt Martin Hegselmann. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Lehmann berichtet von zahlreichen Anrufen beunruhigter Bürger, von sprunghaft angestiegenen Verkaufszahlen bei Pfeffersprays und Elektroschockern, von einer deutlichen Zunahme der Anträge auf den sogenannten kleinen Waffenschein. Diese Entwicklung finde er „besorgniserregend“. Für ihn, von Beruf selbst Polizist, steht das Gewaltmonopol des Staates außer Frage. Lehmann: „Was wir nicht brauchen in Ahlen, ist eine Bürgerwehr.“ Aber: „Jeder soll das Gefühl haben, sich sicher in der Stadt bewegen zu können.“
Man müsse ja nicht gleich „vom Schlimmsten ausgehen“, von sexuellen Übergriffen wie in Köln, fügt Ralf Marciniak hinzu. Auch Taschendiebstähle im dichten Gedränge des Straßenkarnevals gelte es zu vereiteln. Wie? Zum Beispiel mit erhöhter Polizeipräsenz oder auch verstärkter Videoüberwachung an neuralgischen Punkten wie dem Marienplatz, stellt sich Peter Lehmann vor. Vor allem aber wünscht er sich eine „offene Kommunikation“ mit den Bürgern, damit diese wissen, wohin und an wen sie sich im Notfall wenden können.(Quelle:AZ)