Deutlich größere Nachfrage nach Beratung

Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung bei der CDA

Die Schatten der Wirtschaftskrise haben in den letzten Wochen und Monaten auch Ahlen und den Kreis Warendorf erreicht. Gerade die oftmals exportorientierte heimische Wirtschaft blickt mit Sorge auf die weltweite Entwicklung. Dies und die allgemeine Wirtschaftsförderung war am Dienstag Thema eines Stammtisches der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Ahlen.

Foto: Klaus OttenbergFoto: Klaus Ottenberg
 Mit Petra Michalczak-Hülsmann als Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH (gfw) konnte die CDA eine Gesprächpartnerin gewinnen, welche diese interessanten Punkte kompetent verknüpfen konnte.
Schon zu Beginn der Veranstaltung wies Frau Michalczak-Hülsmann auf den deutlich angestiegenen Beratungsbedarf heimischer Unternehmen hin. So seien in den ersten Monaten des neuen Jahres schon deutlich mehr Beratungen durchgeführt worden, als im gesamten Jahr 2008. Die Gespräche decken hier Hilfestellungen in einem Bereich von Unternehmenssicherung bis hin zur Kurzarbeit an.  Im letzten Bereich sei die Kurzarbeit von 2400 Betroffenen im Januar auf nunmehr 7900  angestiegen. Durch die Möglichkeit eine Kurzarbeit auf nunmehr 18 Monate auszudehnen konnte hier vielen Betrieben geholfen werden. Auch in der Unternehmenssicherung bietet die gfw durch eine Lotsenfunktion viele Unterstützungsmöglichkeiten an. Kontakte von der Bürgschaftsbank, über die NRW-Bank bis hin zu heimischen Sparkassen sowie den angedachten Mikrokrediten des Landes geben den Unternehmen eine Vielzahl an Hilfestellungen.
Neben dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzkrise engagiert sich die gfw in vier weiteren wichtigen Bereichen.  Hier müsse man vor allem daran denken, dass es auch wieder eine Zeit nach der Krise gebe. Daher, so Michalczak-Hülsmann, arbeite die gfw besonders an Lösungen zur Bewältigung des Fachkräftemangels. Die neuen Hochschulstandorte in Ahlen und Oelde seien hier wichtige Projekte.
Aber auch die Familienfreundlichkeit als weiteres Themenfeld dient letztendlich dazu den Bedarf an Fachkräften auch mit denjenigen zu bedienen, welche sich neben dem Beruf noch eine Familie aufbauen möchten.
Ein bedeutendes Gebiet für die Zukunft sieht die gfw, so Frau Michalczak-Hülsmann, den Ausbau des Glasfasernetzwerkes im Kreis Warendorf. Dies sei zwar eine schwieriges und langwieriges Unterfangen, stelle aber in absehbarer Zeit einen wichtigen Standortvorteil einzelner Regionen dar. Hier dürfe man trotz aller Widrigkeiten im ländlichen Raum nicht dem Ruhgebiet oder der Rheinschiene hinterherhinken.
Letzten Endes, als eine der Kernaufgaben einer jeden Wirtschaftsförderungsgesellschaft, kümmert sich die gfw natürlich auch um das Standortmarketing und stellt Ahlen und den Kreis Warendorf hier als modernen und innovativen Produktionsstandort dar.